Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Qualitätsunterschiede klar zu erkennen

Saisonrückblick: 58 Punkte Differenz – die Abschlusstabelle der höchsten Kreisspielklasse lügt nicht.

 

„Die wenigen Punkte und das katastrophale Torverhältnis sprechen eine eigene Sprache – die Tabelle lügt nicht“, konnte sich Torsten Grusa schon früh mit dem Abstieg aus der höchsten Spielklasse des Fußballkreises arrangieren. Der Trainer des SV 69 Schönberg wusste bereits vor der Saison, dass es nicht einfach werden würde, die Liga zu halten: „Es war letztlich ein schleichender Prozess. Schon in dem Jahr davor haben wir mit Ach und Krach den Klassenerhalt gepackt.“ Dauerverletzte und fehlende Qualität konnten nicht aufgefangen werden, mit 13 Punkten landeten die 69er weit abgeschlagen am Tabellenende. In der Kreisliga soll ein Neuanfang beim Landesklassen-Vertreter von 2014 gewagt werden.

Dominant – jedoch positiv – ging es auch auf der anderen Seite des Klassements zu. Ab dem 2. Spieltag – nach der ersten Runde führte Aufsteiger Langen die Tabelle durch einen 9:1-Auftaktsieg gegen Zaatzke an – thronten die Kicker des SV Eintracht Alt Ruppin an der Spitze und fühlten sich als gejagte Mannschaft pudelwohl. Nicht ein einziges Mal gaben sie anschließend ihre Position mehr her. Als Prunkstück des Teams von Trainer Daniel Kraatz erwies sich die felsenfeste Defensive. Nur 14 Gegentore in 28 Spielen standen nach dem letzten Spieltag zu Buche. Zum Vergleich: Mit 44 Gegentreffern, mehr als dreimal so viel, lag Blau-Weiß Wusterhausen in dieser Statistik auf dem zweiten Platz. Die Eintracht holte satte 71 Punkte – seit der Fusion der Fußballkreise zur Saison 2014/15 war nur Rot-Weiß Kyritz (16/17) mit 73 Punkten in einer Spielzeit noch erfolgreicher.

Hinter der fast makellosen Bilanz der Kraatz-Truppe entwickelte sich ein Dreikampf um den Silberrang. Mal lag Stahl Wittstock auf Platz zwei, mal die ambitionierten Langener. Dank eines fulminanten Rückrundenstarts und der Qualitäten von Goalgetter Markus Bröker sicherte sich aber der Zernitzer SV den Vizemeistertitel. Dritter wurde Stahl. Langen, bei denen sich Christoph Sperberg als Trainer im Laufe der Rückrunde zurückzog und Silvano Fiore anschließend allein die Zügel in der Hand hatte, überquerte als Vierter die Ziellinie. Auch die junge Elf des FC Blau-Weiß Wusterhausen entpuppte sich schnell als positive Belebung für die Liga. Das Team von Trainer Andreas Nucklies wusste spielerisch stets zu überzeugen und verdiente sich damit in der ersten Saison nach dem Aufstieg den fünften Platz.

 

 

 

 

 

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