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Saison 2023 / 2024
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So viele Kommentare zu einem Artikel hatten wir auch noch nicht…! Vielen Dank deshalb an alle, die sich an unserem kleinen Aprilscherz per Kommentar beteiligt haben. Allen, die darauf „hereingefallen“ sind können wir Entwarnung geben: der Einheitsball kommt natürlich nicht – zumindest wissen wir nichts davon.
Unser Dank geht natürlich vor allem an den Vorstandsvorsitzenden des FK Mike Schläger , der sich bereit erklärt hat, als fiktiver Interviewpartner zur Verfügung zu stehen und sich auf die Fotomontage mit uns eingelassen hat. Er kannte lediglich das Thema des Aprilscherzes und ließ uns bei der Gestaltung freie Hand. Also: sowohl die Fragen, als auch die Antworten stammten einzig und alleine aus unserer Feder.Dann also bis zum nächsten 1.April… 😉
<strong>Der Einheitsball kommt</strong>
Jetzt steht es fest: ab der Saison 2026/2027 wird auch im Fussballkreis Prignitz/Ruppin – nach dem bewährten Vorbild der Bundesliga – mit einem Einheitsball gespielt.
In Kooperation mit einem dänischen Sportartikelhersteller aus Aarhus wird einSpielgerät zur kommenden Serie entwickelt, welches ab der Kreisoberligaabwärts verpflichtend für alle Vereine zum Einsatz kommt.Spielausschussvorsitzender Mike Schläger hat gegenüber unserem Verein bereits jetzt im Vorfeld aus dem Nähkästchen geplaudert.Noch steht nicht fest, wie der Ball genau aussehen oder wie er heißen soll. Unsere Email-Anfrage in Aarhus diesbezüglich blieb bislang unbeantwortet. Eines steht allerdings, nach Aussage von Spielausschussvorsitzender Mike Schläger so gut wie fest: der Einheitsball, nach dem Vorbild der Bundesliga wird definitiv kommen! Laut Schläger wurde bereits auf den jeweiligen Arbeitstagungen bei
bestimmten Vereinen lose vorgefühlt und das positive Feedback, das man erhalten habe, bewog den Fussballkreis, diesen Schritt zu gehen. Die Pläne hinsichtlich des Einheitsballes lägen schließlich, so Schläger, seit langem in den Schubladen. Wir trafen uns mit dem Vorsitzenden des Fußballkreises und fragten ihn nach dem Sinn und den Vorteilen dieser Regelung.Herr Schläger, wie sicher ist die Einführung des Einheitsballes?Mike Schläger: So gut wie sicher! Es fehlt lediglich noch die Zustimmung des Kreisausschusses, aber da sehe ich eigentlich keine Probleme. Vor allem nicht nach dem positiven Feedback, welches es auf den Winterarbeitstagungen von den auserwählten Vereinen gab.
Welcher Grundgedanke steht hinter der Einführung?Mike Schläger: Zunächst ist festzustellen, dass sich das Modell in der Bundesliga ja absolut bewährt hat. Und warum sollen wir auf Kreisebene nicht nachziehen. Woche für Woche, egal ob auswärts oder daheim, kommen für die Mannschaften die gleichen Bälle mit dem gleichen Flugverhalten zum Einsatz. Ein weiterer Schritt hin zu gleichen Wettbewerbschancen – das heißt gleiche Bedingungen für alle, in jedem Spiel.Es entstehen dadurch ja aber zusätzliche Kosten für die Vereine!? Rechnen Sie mit Protesten?Mike Schläger: Dass Kosten entstehen, ist natürlich klar, lässt sich aber leider nicht vermeiden. Zudem halten sich diese Kosten ja im Rahmen: jeder Verein wird – so jedenfalls mein bisheriger Wissensstand – verpflichtet, mindestens fünf Exemplare anzuschaffen. Bei einem Einzelpreis von etwa 110,- bis 130,- Euro, der aber subventioniert wird, ein durchaus überschaubarer finanzieller Aufwand. Oder anders gesagt: zwei gut besuchte Heimspiele und die Kosten sind bereits gedeckt.Steckt dahinter nicht vielleicht auch eine Marketing-Strategie? Schließlich sind die Einnahmen bei den vielen Vereinen auf der jeweiligen Kreisebene doch enorm?Mike Schläger: Zum Teil sicherlich auch. Aber, warum sollen nicht alle Beteiligten, also die Vereine, der Kreis und auch der Hersteller letzten Endes von der Einführung profitieren?
Was passiert, wenn sich Vereine sträuben sollten, der Verpflichtung zu neuen, einheitlichen Bällen nachzukommen?Mike Schläger: Auch darüber wurde bereits gesprochen. Die Strafen können von Geldstrafen bis Punktabzug im Wiederholungsfalle reichen. Soweit wird es aber, hoffe ich, nicht kommen. Zudem wird Vereinen, die eine klamme Finanzsituation nachweisen können, ein Zuschuss pro Ball gewährt. Man sollte als Verein aber auch die möglichen Folgen bedenken und gegenrechnen: Punktabzug kann oftmals den Abstieg bedeuten und ein Abstieg kommt in der Regel teurer als die Anschaffung von fünf Bällen. Im Gegenteil: um auch im Training umfassend mit den Bällen arbeiten und üben zu können, bietet sich natürlich der Erwerb von 10 – 15 Bällen pro Saison an.Wie wird der Ball aussehen und wie soll er heißen? Der erste Einheitsball der Bundesliga hieß ja werbewirksam „Torfabrik“.Mike Schläger: Zum genauen Aussehen kann ich noch nichts sagen, da will ich den Entwicklern in Aarhus in Dänemark nicht vorgreifen. Aber fest steht, dass die jeweiligen Farben des Kreises dominierend sein werden: in unserem Falle, also die Farben Grün und weiß, wie also eure Vereinsfarben auch sind. Was den Namen angeht, werden die Vereine in den nächsten Tagen in ihrem Online-Postfach eine Benachrichtigung erhalten, in der sie über die Einzelheiten informiert werden. Dabei ergeht auch der Aufruf an die Vereine, Namensvorschläge zu machen. Der Verein, nach dessen Vorschlag der Ball dann schließlich benannt wird, erhält einen kompletten Satz Trikots. Eine schöne Sache, wie ich finde. Ich hoffe, es beteiligen sich zahlreiche Vereine mit kreativen Vorschlägen. Auch ich habe mir bereits Gedanken gemacht und finde „Prigulani“ oder „Ruppulani“ (in Anlehnung an den WM-Ball „Jabulani“, a.d.Red.) gar nicht so schlecht. Oder auch ganz witzig, gerade eben für unseren Kreis: „Prignitz/Ruppin“.
Sie befürworten also die Einführung des Einheitsballes uneingeschränkt?Mike Schläger: Natürlich! Gerade für die Torhüter, das haben die Erfahrungen in der Bundesliga doch eindeutig gezeigt, ist ein Spielgerät, auf das man sich einstellen kann, von großem Vorteil. Zudem wird der Ball so konzipiert sein, dass eben gerade die sog. „Flatterbälle“, wie sie in der Bundesliga oft bemängelt werden, nahezu ausgeschlossen sein werden. Die Flugeigenschaften werden also wieder mehr denen der „alten“ Bällen ähneln. Das war eine wichtige Maßgabe an die Entwickler und diese ist nicht nur dem erfahrungsgemäß eher mäßigen Niveau der Torhüter unterhalb der Kreisoberliga geschuldet – ohne jetzt jemandem nahetreten zu wollen.
Dadurch wird es dann aber wahrscheinlich auch weniger Tore geben?Mike Schläger: Davon ist wohl auszugehen. Allerdings bin ich der Meinung – und hier spreche ich von Gesprächen mit aktiven Trainern – dass Tore sowieso überbewertet sind. Bitte nicht falsch verstehen, aber viele der sportlich Verantwortlichen werden sich meiner Meinung anschließen, wenn ich sage: mir ist als Trainer ein 1:0 doch lieber, als ein 5:4. Aber das wird man dann sehen. Ich appelliere an die Vereine, offen zu sein für Neues – auch die Rückwechselregel ist in der Kreisklasse zunächst äußerst kritisch betrachtet worden. Heute ist sie nicht mehr wegzudenken. Ich bin mir sicher, so kommt es mit dem Einheitsball auch.Vielen Dank für das Gespräch!
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